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Informationen aus dem ALOHA Team

 

 

(13.10.2022) Kinderschwimmkurse im Wandel der Zeit

 

 

 

 

                                                      

Ich besitze ein Foto aus dem Jahr 1975 oder 1976, darauf sieht man mich und eine Gruppe weiterer Kinder neben der Wärmebank am Nichtschwimmerbecken des Osteroder Hallenbades. Wir haben damals an einem Schwimmkurs teilgenommen. Fast alle tragen Badekappen und insgesamt wirkt das Bild sehr alt, zumal es ein Schwarzweiß Foto ist. 1975 war das Hallenbad gerade 5 Jahre alt, also noch ganz neu und die Möglichkeit in einer Halle das Schwimmen zu erlernen gab es dementsprechend noch nicht so lange.

Vorher bot sich es über einen langen Zeitraum nur die Möglichkeit im Sommer im Freibad Schwimmen zu lernen. Mit dem Hallenbadboom der 60/70er Jahre vergrößerte sich der Anteil der Schwimmer innerhalb der Bevölkerung in erheblichem Maße. Damit einher ging natürlich entsprechend eine starke Verringerung der Ertrinkungsunfälle in Deutschland.

Ab den 70er Jahren etablierte sich auch der Beruf des Schwimmmeisters, die Bäder konnten nun mit geschultem Personal Schwimmkurse anbieten. Auch in Osterode wurde das seit der Errichtung des Hallenbades so praktiziert. Bis heute haben die meisten Osteroder im Schwimmbad, bzw. im ALOHA das Schwimmen erlernt.


Mit der Eröffnung des Erlebnisbades 1996 wurde das Bad, seitdem „ALOHA“ genannt, besonders für Familien erheblich interessanter. Das Angebot der Schwimmkurse wurde durch einen Kids-Club und Baby Schwimmen und Kindergeburtstagsfeiern ergänzt. Zusätzlich zu den Kursen die seitens des Bades angeboten wurden, gab es verschiedene Vereine bei denen Kinder Schwimmen lernen konnten, aber auch das Erlernte vertiefen konnten.

Die Schließung des Schwimmerbeckens im Jahr 2015, bewirkte schließlich ein jähes Ende der meisten schwimmsportlichen Aktivitäten, aber auch ein Ende der Schwimmkurse, so wie sie seit Jahrzehnten durchgeführt wurden.


Zwar bietet das ALOHA seit 2021 Schwimmkurse im Lehrschwimmbecken in der Wartbergschule an, ein Angebot, welches von den Eltern gern angenommen wird, aber ein Kurs in einem richtigen Schwimmbad mit kleinem und großen (tiefen) Becken ist natürlich etwas Anderes. So ist klar: Wir freuen uns schon sehr darauf, mit der Fertigstellung des neuen Hallenbades auch das Kursprogramm im ALOHA wieder mit Leben zu erfüllen. Wir planen gerade mit welchen Kursen und Angeboten wir uns dann wieder zurückmelden.

 

Holger Helbing, stellv. Badleiter

 

 

(26.09.2022) Zwischen Technik und Realität

 

          

 

Bei einem Treffen mit der Firma Harz Energie im September 2022 haben wir uns über den zukünftigen Energieverbrauch des neuen ALOHA und die dafür zur Verfügung stehende technische Ausstattung unterhalten. Dabei stellte sich heraus, dass der Verbrauch des neuen ALOHA um ca. 50% niedriger sein wird als in dem alten Bad. Bei dieser Gelegenheit macht es Sinn, die unterschiedlichen Abmessungen des alten und des neuen ALOHA klarzustellen.

Das alte ALOHA war, gemessen an der Grundfläche, deutlich größer als das neue. Das stimmt aber nur bei der Gegenüberstellung der Flächen, in der Realität war seit 2015 fast die Hälfte der Grundfläche des alten ALOHA gesperrt und das Schwimmerbecken ohne Wasser und nicht mehr zu nutzen. Dieser Teil des Bades war für die Gäste nicht mehr begehbar und durch eine Schnellbauwand abgeteilt.

Der nutzbare Anteil des alten ALOHA war eher kleiner als im neuen Bad. Besonders deutlich wird der Vorteil des Neubaus aber in der verwendeten Technik. Zukünftig erreichen wir, allein durch die Verwendung moderner Bauelemente, einen energetischen Vorteil von über 30%. (siehe Schaubild unten) Bei dem Blockheizkraftwerk, das den Neubau mit Strom und Wärme versorgt, haben wir die notwendige Leistung halbieren können. Die Be- und Entlüftung sorgt über Wärmetauscher für weitere Energieeinsparpotentiale. Außerdem erzeugt sie ein besseres Raumklima.


Es ist gut, dass wir in diesen Zeiten mit einem neuen Bad an den Start gehen. Mit einem energetischen Gebäude und modernster Technik, so können wir Wirtschaftlichkeit darstellen, gepaart mit dem Erlebnis eines fortschrittlichen Bades.



                

 

(26.08.2022) Zwischen Nostalgie und Zukunft!

 

 

 

                            

 

These 1:

Manchmal erkennt man den Wert eines Augenblicks erst dann, wenn er zur Erinnerung wird.

These 2:

In meinem BWL Studium habe ich gelernt: „Unternehmen haben kein Erinnerungsvermögen, selbst das Vorjahr dient nur zum Vergleich mit dem aktuellen Geschäftsjahr. Ein Unternehmen ist immer auf die Zukunft ausgerichtet“.

Wenn ich über die ALOHA Baustelle gehe, dann kommen mir diese beiden Thesen in den Sinn. Zum einen der Abriss des alten ALOHA und den damit verbundenen Erinnerungen. Ich habe im Juni als Vertreter des ALOHA an der Veranstaltung zum „Jubiläum 300 Jahre Harzkornmagazin“ teilgenommen. Dabei habe ich mit Passanten gesprochen die alle ihre ALOHA Erinnerungen hatten. Ich erinnere mich an den Mann, der mir erzählt hat, dass er seine Frau im ALOHA kennen gelernt hat, oder an die Familie die schon in der dritten Generation Schwimmen im ALOHA gelernt hat. Es gab viele solcher Geschichten. Ich hatte den Eindruck, dass jeder in Osterode seine ganz private ALOHA Geschichte hat.

Wenn ich dann im Neubau bin, denke ich an das was in der Zukunft sein könnte.
Ich stelle mir vor, wie Kinder in Schwimmkursen im ALOHA wieder das Schwimmen lernen, oder wie gestresste Mitbürger ihre „Work-Life-Balance“ schwimmend wieder in Ordnung bringen.
In Zeiten von deutlich steigenden Lebenshaltungskosten bekommen Freizeit und Sporteinrichtungen in kommunaler Trägerschaft wieder mehr Bedeutung. Wir wollen das Schwimmbad aller Menschen aus Osterode und Umgebung sein, egal welcher Herkunft, Ethnie, Hautfarbe oder Religion sie zugehören. Wir wollen unseren Kunden ein möglichst breit gefächertes Angebot machen. Das finde ich eine tragende Vision für das neue ALOHA.

Bezugnehmend auf die zwei Thesen vom Anfang des Blogs würde ich dann sagen:
„Mit positiven Erinnerungen, in der Gegenwart, die Zukunft gestalten“.

 

 

(16.08.2022) Das Dach wird geschlossen

 

 

 

 


Wenn ich mich an meinem Schreibtisch umdrehe, kann ich aus dem Fenster sehen und sehe auf die Baustelle. Zurzeit werden die Trapezbleche auf die Dachkonstruktion gehoben, um das Dach zu schließen. Dabei braucht es für die Vorbereitungen, um die Bleche am Baukörper anzuschließen, deutlich mehr Zeit, als für das Auflegen der Trapezbleche.

So ist es wohl oft im Leben, dass die Vorbereitung für den nächsten Arbeitsschritt entscheidend ist für die Qualität des Gesamtergebnisses. Ich persönlich bevorzuge auch eher Arbeitsabläufe die schnell zum Erfolg führen.

Ein ehemaliger chinesischer Kunde von mir, hat, nachdem ich ihn zu forsch nach dem zugesagten Auftrag gefragt habe, gesagt: „Ihr Europäer habt die Uhren - wir Chinesen haben die Zeit“.

Da ist sicher viel Wahres dran. Wenn ich mir den gesamten Prozess der Planung und Ausführung des ALOHA ansehe, empfinde ich den Zeitraum zwischen 2016, der Beginn der Planung und der Fertigstellung 2024 schon auch als langen Zeitraum.

Allerdings hat dieser Prozess auch echte Zeitenwenden hinnehmen müssen. Wir hatten eine Pandemie mit Zusammenbrechen von Lieferketten, jetzt einen Krieg in Europa mit einhergehender Energiekrise und eine Inflation wie wir sie in Deutschland seit Kriegsende noch nicht hatten.

Wir haben die „Vision ALOHA“ diesen Prozessen immer wieder ein Stück anpassen müssen. Bis vor dem Februar 2022 war Erdgas die günstigste und nachhaltigste Variante um das Bad auf Temperatur zu bringen und den Strom dafür zu erzeugen. Jetzt arbeiten wir an Konzepten ob es möglich ist, dass Ganze mit Photovoltaik deutlich zu unterstützen.

Ich bin heute überzeugt das es gut war dem Prozess Neubau ALOHA Osterode länger Zeit zu geben um das Ergebnis einer veränderten Welt anpassen zu können. Aber ich bin auch froh, dass die Deckenkonstruktion jetzt geschlossen wird.

 

Uwe Lindemann, ALOHA Betriebsleiter

   

 

 

 

(09.08.2022) Das Nichtschwimmerbecken im Freibad wird gereinigt

 

                                    

    

 


Da unser Nichtschwimmerbecken bereits ca. 30 Jahre alt ist, sind einige Bestandteile des Beckens nicht mehr auf dem neuesten Stand der Technik. Um es bei der Wiederinbetriebnahme nutzen zu können, muss es den veränderten Anforderungen angepasst werden.

Die Herstellerfirma muss daher das Becken inspizieren und Versuche machen, also muss es geleert und gereinigt werden.

 

Diese Arbeit wurde sonst immer im Frühjahr gemacht, wenn das Freibad für die Saison vorbereitet wurde. Jetzt erinnere ich mich plötzlich wieder an Abläufe, die es, seit ich hier vor 25 Jahren angefangen habe, jedes Jahr zu erledigen gab.

Meistens war es April, wenn wir das Edelstahlbecken auf die Saison vorbereiteten. Dazu musste es geleert werden, der vom Herbstlaub entstandene Schlamm und restliche Blätter wurden herausgeholt und anschließend konnte das Becken dann mit saurem Reiniger gesäubert werden. Oft hat man sich bei dieser Arbeit den ersten Sonnenbrand des Jahres geholt. Es galt schnell zu sein, damit das Becken nicht durch Sonneneinstrahlung Schaden nimmt. Wir haben immer möglichst am gleichen Tag wieder Wasser eingefüllt.


Dieses Jahr wird das Becken gereinigt, obwohl es gar nicht betrieben werden soll, das fühlt sich etwas eigenartig an. Im Hintergrund kann man das neue Hallenbad sehen, zwar noch im Rohbau, aber bereits mit Dach und allen Becken. Vor meinem geistigen Auge versuche ich das neue Bad mit Leben zu füllen und mir vorzustellen, wie es sein wird, wenn hier wieder der Badebetrieb losgehen wird. Viele Menschen in Osterode vermissen das Bad und die Sauna sehr. Der Baufortschritt zeigt, dass das Warten irgendwann ein Ende haben wird und man endlich in Osterode wieder schwimmen können wird.

Holger Helbing, ALOHA stv. Betriebsleiter

 

 

 

 

(01.08.2022) ALOHA Baustelle ist auf einem guten Weg

                                                          


Es war Januar 2020 kurz vor Corona, die Welt schien noch in Ordnung und Ich war auf einer Baumesse in Las Vegas, USA und lauschte einem Vortrag über das Bauen in den nächsten 10 Jahren. Der Referent malte ein düsteres Bild an die Wand und sprach über fehlende saubere Energie und Baupreise die auf Grund von negativen Zinsen in astronomische Höhen steigen werden.

Mir war diese Aussicht auf die nahe Zukunft zu destruktiv und so verlies ich das Auditorium.

Es schien doch alles in wunderbarer Ordnung im Januar 2020. Vier Wochen später brachen die Märkte wegen eines Virus zusammen.

Seit dem 01.03.2022 arbeite ich als Betriebsleiter für das ALOHA bei der WIBO in Osterode.

Zurzeit arbeite ich wie viele andere daran, die Baustelle in der Schwimmbadstraße so schnell und so kostenbewusst wie möglich fertig zu stellen. Zwei Jahre nach meinem Besuch auf der IBS Show in Las Vegas bleibt festzuhalten, dass die Kosten für Energie in noch nie dagewesene Höhen gestiegen sind und das die Inflation das Bauen auch in Osterode deutlich verteuert hat.  Ich denke ich hätte mir 2020 den Vortrag zu Ende anhören sollen.


Allen Widrigkeiten zum Trotz sind wir mit der ALOHA Baustelle jetzt auf einem guten Weg.

Im Moment wird das ALOHA abgerissen und neu aufgebaut zur gleichen Zeit. Fast eine philosophische Betrachtung. Beim Abriss der alten Gebäude sind wir in der Sortierphase, d.h. der Keller und das Dach werden demontiert und nach Material und Schadstoffen sortiert in große Big Packs gepackt und abtransportiert.

Anschließend werden mit den Mauern die Keller aufgefüllt bis 1m unterhalb der Oberfläche. Der letzte Meter dann mit Mutterboden aufgefüllt.


Im neuen ALOHA wird das Dach gedeckt, Dach und Dachboden ausgerüstet um die Lüftungsanlage aufzunehmen und anschließend die seitliche Stahlkonstruktion vorbereitet um die Fassade zu befestigen.


Uwe Lindemann, ALOHA Betriebsleiter
   

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